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Du bist was Du isst - ein Zwillingsexperiment - Netflix-Serie

 Gestern Abend/Nacht bin ich dann wieder viel zu lange vor dem Fernseher versumpft und habe mir die "umstrittene" Mini-Serie auf Netflix angesehen:

Du bist  was Du isst - ein Zwillingsexperiment

Viel Neues habe ich persönlich nicht gesehen, da ich schon seit Jahren sämtliche Filme, Serien und auch Bücher zum Thema verschlinge. Ich habe auch eine komplett vegane Phase hinter mir, die aber immer wieder an meiner Milch-Kaffeetrinkerei stolperte. Meist nehme ich Pflanzenmilch mit, wenn ich irgendwo Termine habe, aber wenn ich diese vergesse, greife ich zu Kuhmilch.

In der Netflix-Serie werden Zwillingspaare gezeigt, die für das 8 Wochen Experiment zu Beginn sehr viele Fertig-Mahlzeiten bekamen. Ein Zwilling bekam Mischkost-Mahlzeiten, der andere vegane Kost. Zudem wurden sie in Sachen Fitness angeleitet. Nach 8 Wochen wurde dann geschaut, welche Auswirkungen dies auf die Gesundheitswerte der jeweiligen Zwillinge hatte.

Für mich persönlich war das reines Infotainment, denn deren vegan ist nicht mein vegan. Hochverarbeitete vegane Produkte sind sicherlich besser für die Umwelt und gegen den Klimawandel, als hochverarbeitete omnivore Produkte, aber ich versuche hochverarbeitete Produkte zu meiden, da diese eben durch die intensive Verarbeitung ungut sind. Wenn es gelingt, überzeugte Fleischesser durch coole vegane Ersatzprodukte vom Fleisch wegzubekommen, freut mich das für Mensch und Umwelt, aber mein Weg ist das eben nicht.

Fleisch reizt mich einfach gar nicht mehr - ich muss da auf nichts verzichten. Zu Beginn meines Fleischverzichts - auch jetzt noch manchmal - fehlte mir gelegentlich die "Haptik" - das Kaugefühl - von Fleisch. In solchen Phasen bin ich dann froh, dass es vegane Schnitzel gibt. Wenn mich mein Sohn besucht, kaufen wir auch gerne vegane Leberwurst. Aber in meinem Alltag brauche ich das alles nicht.

Darum habe ich mir diese Mini-Serie - (guckt Ihr Miniserien auch immer auf einen Rutsch???) rein zur Unterhaltung angesehen. Dr. Michael Greger war mit kurzen Statements dabei. Er ist sozusagen mein Ernährungs-Guru und ich liebe seine (Hör-)Bücher "How not to die" und "How not to diet".

Ich wünschte, er würde als nächstes noch ein Buch über Diabetes Typ 2 herausbringen. Leider kam stattdessen "How to survive a pandemie" und das brauchte ich so gar nicht, da es den Podcast mit Christian Drosten gab, der mich gut durch Corona brachte. 

Also hoffe ich einfach weiter ...

Noch jemand, den ich gerne lese ist T. Colin Campbell. Sowohl er, als auch Dr. Michael Greger sprechen nicht von "vegan", sondern "pflanzenbasiert" und da habe ich meine Ernährung nun auch eingeordnet. 

Bei dem Zwillingsexperiment hätte ich nicht gerne teilgenommen - nicht nur in Ermangelung eines Zwillings nicht, sondern weil sie für die ersten Wochen lauter abgepackte Fertigmahlzeiten bekamen. Da bin ich raus ...

Wann immer möglich, kaufe ich frisches Gemüse und Salat, dann unverarbeitete Tiefkühlprodukte, dann Konserven von Gemüse. Dazu noch Nüsse/Kerne, Kräuter, Gewürze, Olivenöl, Tofu/Seitan/Tempeh und ... Kram.

Der Kram ist es, der mir mein Übergewicht erhält ...

Tierische Produkte, die ich häufig kaufe, sind Joghurt, Kefir, Quark und Käse. Seltener Fisch.

Fisch ist mit liebgewordenen Traditionen verbunden - das gelegentliche Fischbrötchen mit Blick aufs Meer oder das seltene Sushi-Essen mit den Kindern. (ziemlich erwachsenen Kindern, übrigens)

Was es übel schwierig macht, mich zu bekochen sind die Kohlenhydrate, denn ich meide Zucker, Nudeln, Reis und Kartoffeln. Außer natürlich, ich habe "eine dieser Phasen" ... die ich in diesem Jahr vermeiden möchte. 

Anfang Dezember hatte ich beschlossen, dass 2024 das Jahr wird, in dem ich meine Gesundheit wieder ins Rampenlicht stelle. Guter Vorsatz, aber die Zeit vor 2024 war dann natürlich kontraproduktiv, da ich ein ständiges "iss es jetzt, denn in ... Tagen darfst du das nicht mehr!" im Kopf hatte.

Gut, dass ich den Jahreswechsel erlebt habe ... 













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